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Historisches Forum Bayern

Herzlich willkommen auf dem Historischen Forum Bayern!

Das Historische Forum Bayern beinhaltet Informationen, Materialien und Links für bayerische Geschichtslehrkräfte und wird laufend aktualisiert. Sie finden auf der Startseite einige historische Höhepunkte, auf die wir Sie besonders aufmerksam machen wollen. Hinweise auf weitere Veranstaltungen, die für Sie von Interesse sein könnten, enthält die Rubrik "Aktuelles".

echt jetzt? - Tag der Archive 2020

Am 7. März 2020 laden 25 Münchner Archive zum "Tag der Archive" ein. An diesem bundesweiten Aktionstag, der in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet, bieten die Archive ein abwechslungsreiches Programm. In Ausstellungen, Führungen, Präsentationen und Filmen geben sie Einblicke in ihre spannenden Bestände und Spezialsammlungen.

Informationen zum Programm finden Sie im Flyer zum Tag der Archive.

Der auf dem Plakat abgebildete ausgehöhlte Rasierpinsel diente übrigens im Jahr 1947 zum Schmuggeln geheimer Botschaften aus russischer Gefangenschaft. Er fand sich im Nachlassbestand eines Münchner Archivs.

Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge

Bereits der Titel der zweisprachigen Ausstellung "Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge" nimmt Bezug auf Hugo Bettauers 1922 veröffentlichten Roman "Die Stadt ohne Juden", der von einer fiktiven Vertreibung der Jüdinnen und Juden aus Wien erzählt. Bettauers Roman bildet zusammen mit seiner vor fünf Jahren wiedergefundenen Stummfilmversion den roten Faden der Ausstellung, die das Jüdische Museum Augsburg Schwaben (JMAS) in Kooperation mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) zeigt. Bewusst wirft die Ausstellung die Frage nach einem Vergleich mit der Gegenwart auf und will zu Diskussionen anregen. Mit ihrem regionalen Schwerpunkt auf Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern, mit Lehrerfortbildungen sowie mit Angeboten für Schulklassen bietet sie auch schulische Anknüpfungspunkte.

Sie ist zwischen dem 18. Dezember 2019 und dem 29. März 2020 im tim zu sehen. Nähere Informationen zu einzelnen Angeboten erhalten Sie auf der Homepage der Ausstellung.

Dieweil das Land verheeret - Kriegserleben in Franken und Syrien vor 400 Jahren und heute

Die Ausstellung "Dieweil das Land verheeret" schlägt einen weiten Bogen: Das Erleben des Dreißigjährigen Kriegs, der vor rund 400 Jahren auch in Franken Schneisen der Verwüstung schlug, wird darin kontrastiert und verbunden mit dem Erleben des syrischen Bürgerkriegs. "Das zeitlich nahe Ferne und die zeitlich ferne Nähe der Geschichten bilden einen Gegensatz, der menschliche Grunderfahrungen von Leid und Hoffnung nachvollziehen lässt", so der

Flyer zur Ausstellung,

die in Kooperation des Instituts für Fränkische Landesgeschichte mit der Lehreinheit Didaktik der Geschichte der Universität Bayreuth entstanden ist. An der Entstehung der Ausstellung wirkten neben Studierenden der Universität Bayreuth auch Geflüchtete aus Syrien mit.

Als Sonderausstellung wird die Ausstellung bis zum 15. März 2020 im Historischen Museum Bayreuth zu besichtigen sein.

 

 

Bronzeon - wissenschaftliche Erkenntnisse spielerisch entdecken

Bei "Bronzeon" handelt es sich um ein frei zugängliches Spiel, das das Leben im Lechtal der Bronzezeit in den Blick nimmt. Initiiert und konzipiert wurde es von Philipp W. Stockhammer, Professor am Institut für vor- und frühgeschichtliche Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Kinder und Jugendlichen lernen im Verlauf des Spiels nicht nur bronzezeitliche Überlebensstrategien kennen, sondern beschäftigen sich auch mit kulturellen und technischen Fortschritten, für die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge nicht zuletzt weibliche Migration entscheidend war.

Auf der Homepage des Spiels befinden sich Hinweise zum Download sowie ein Link auf einen begleitenden Mebis-Kurs, der Ideen für die unterrichtliche Einbindung des Spiels sowie wissenschaftliche Hintergrundinformationen bereithält.

Neuer Wettbewerb: Umbruchszeiten - Deutschland im Wandel seit der Einheit

Im Jahr 2020 jährt sich die Deutsche Einheit zum dreißigsten Mal - aus diesem Anlass hat die Bundesstiftung Aufarbeitung einen Jugendwettbewerb ins Leben gerufen, der sich mit den Umbrüchen und Wandlungsprozessen im Zuge der Wiedervereinigung beschäftigt.

Beteiligen können sich Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren in Teams ab drei Personen, auch ganze Klassen sind teilnahmeberechtigt. Der Wettbewerb startet am 16. September 2019, Einsendeschluss ist am 1. März 2020.

Mehr Informationen zu inhaltlichen Schwerpunkten, zur Registrierung und zu den Preisen für die besten Einsendungen finden sich auf der Homepage des Wettbewerbs.

Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg - 200 Jahre bayerische Geschichte

Unter dem Motto "Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht" präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg ab 5. Juni 2019 die Geschichte des modernen Bayern - von 1800 bis in die Gegenwart. Die Dauerausstellung im neuen Museum zeigt sich als Geschichtstheater mit 30 Bühnen und acht Kulturkabinetten. Erzählt werden - gegliedert in acht Generationen - prägende Episoden aus der bayerischen Geschichte: von der Gründung des Königreichs Bayern über den gesellschaftlichen Wandel im 19. Jahrhundert bis zum Erstarken des Wirtschaftsstandortes Bayern in der Nachkriegszeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Weg Bayerns zu einer modernen Demokratie. Neben den geschichtlichen Ereignissen widmet sich die Dauerausstellung in den Kulturkabinetten in aufwändigen medialen Installationen Themen, die als prägend für Bayern gelten: Dialekte, Feste, Architektur, Sport, Glaube, Kultur, Heimat und Natur. Mehr zum Museum der Bayerischen Geschichte und zu seinem Nachbargebäude, der Bavariathek, finden Sie in der Rubrik Aktuelles. Nähere Informationen zur anteiligen Fahrtkostenerstattung bei einem Besuch mit Schulklassen erhalten Sie hier.

Friedensbeginn? Bayern 1918 - 1923

"Friedensbeginn? Bayern 1918 - 1923", so lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 31. Dezember 2023 im Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt zu sehen ist. Sie rückt speziell die Entwicklung in Bayern in den unruhigen ersten Jahren der Weimarer Republik ins Zentrum - von der Ausrufung des Freistaats Bayern durch Kurt Eisner über die Räterepublik bis hin zur "Ordnungszelle" Bayern und zum Hitler-Putsch. Entsprechend der Schwerpunktsetzung der Sammlung ist es auch die Entwicklung der bayerischen Armee in diesem Zeitraum, von dem die Ausstellung erzählt.

Nähere Informationen zur Ausstellung selbst sowie zu Anfahrt und Öffnungszeiten enthält ein Flyer. Angebote für Schulklassen werden über das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) gebucht.

2019: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Der lange Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts endete in Deutschland am 19. Januar 1919: Bei den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung durften Frauen erstmals wählen. Genau eine Woche vorher, am 12. Januar 1919, fanden in Bayern Landtagswahlen statt, in denen auch Frauen ihr Wahlrecht ausüben durften. Mit diesen denkwürdigen Meilensteinen der Demokratiegeschichte beschäftigen sich folgende, auch für den Unterricht nutzbare Angebote:

  • Der Kalender "Bavarias Töchter" widmet sich der Geschichte der Frauenrechte in Bayern und ist über die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit zu bestellen.
  • Unter dem Titel "Revolutionäre Münchnerinnen: die Rolle der Frauen 1918/19" beschreibt Adelheid Schmidt-Thomé wesentliche Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts. Erschienen ist der Artikel in "Einsichten und Perspektiven" Heft 4 (2018).
  • Zur Landtagswahl am 12. Januar 1919 hält die Ausstellung "Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19" auf dem bayerischen Kulturportal "bavarikon" einschlägige Digitalisate bereit.
  • Deutschlandweite Aktionen und Veranstaltungen zum Jubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht" versammelt ein von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft e. V. verantwortetes Portal.

Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19 - Online-Ausstellung auf bavarikon

In der virtuellen Ausstellung "Revolution und Räterepubliken 1918/19 in Bayern" präsentiert das Internetportal bavarikon die Geschichte der Anfänge des Freistaats Bayern. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse in München. Zusätzlich werden die Entwicklungen in zehn weiteren Orten Altbayerns, Frankens und Schwabens einbezogen. 

Gezeigt werden 90 Exponate aus Archiven, Bibliotheken und Museen, die die entscheidenden Veränderungen und Umwälzungen der Zeit vor Augen führen.  

Weitere online-Ausstellungen von bavarikon finden Sie hier