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Historisches Forum Bayern » Aktuelles

Aktuelles

Sie finden hier sowohl aktuelle Informationen zum Geschichtsunterricht als auch Links auf Inhalte, die kürzlich in anderen Bereichen aktualisiert wurden. 

Im Archiv werden weiter zurückliegende Informationen gesammelt. 


Gedenkstättenpädagogik: Fortsetzung der pandemiebedingten Online-Angebote bis Schuljahresende

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiterhin in ganz Bayern. Daher wird es Schulklassen demnächst wieder möglich sein, die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg zu besuchen. Zusätzlich werden die pandemiebedingten Angebote der Gedenkstättenpädagogik (s. untenstehende Übersicht) bis zum Ende des Schuljahres 2020/2021 aufrechterhalten. Diese Maßnahme soll es Schulen erleichtern, die in den bayerischen Lehrplänen verankerte Exkursion zu einem Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus nachzuholen.

Übersicht über Online-Angebote der Gedenkstättenpädagogik


Angebote für Schülerinnen und Schüler auf dem Deutschen Historikertag 2021

Der 53. Deutsche Historikertag, der vom 5. bis zum 8. Oktober 2021 in München stattfindet, wartet mit einigen Angeboten auf, die sich speziell an Schülerinnen und Schüler richten:

  • Forum Geschichte in Wissenschaft und Unterricht: Dieses vom Verband der Geschichtslehrer Deutschland mit Unterstützung des Ernst Klett Verlags organisierte Forum wird am Donnerstag, dem 7. Oktober 2021 von 14 bis 17 Uhr zahlreiche aktuelle Themen (u. a. Extremismus an Schulen, Nahostkonflikt) aufgreifen. Informationen zu den Modalitäten der Anmeldung und zu vergünstigten Tickets erhalten Sie auf der Homepage des Historikertags. Das Programm des Forums können Sie hier einsehen: Forum Geschichte in Wissenschaft und Unterricht.
  • Schüler:innenprogramm: In Kooperation mit der Körberstiftung richtet sich dieses Programm an Schüler:innen ab 15 Jahren, die sich mit so interessanten wie relevanten wissenschaftlichen Fragen beschäftigen. Thematisiert werden beispielsweise Rassismus und Diskriminierung im Fußball, der Zusammenhang von Corona-Pandemie und Seuchengeschichte oder Lehren aus der Geschichte der Europäischen Union. Das Programm wird - wie der gesamte Historikertag - digital durchgeführt. Weitere Informationen zum Schüler:innenprogramm erhalten Sie hier oder ab 18. Juni 2021 auf der Webseite des Historikertags.

    Das Sudetendeutsche Museum in München - das neue Erlebnis namens Heimat

    Das Sudetendeutsche Museum ist das zentrale Museum der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern. Seine Dauerausstellung spannt einen Bogen über 1100 Jahre Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, dargestellt in authentischen Objekten aus seinen Sammlungen, auf einer Ausstellungsfläche von 1200 Quadratmetern.

    Unter dem Leitbegriff „Heimat“ erzählt das Sudetendeutsche Museum vom Leben der Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, der heutigen Tschechischen Republik. Die Abteilung „Heimat!“ vermittelt eine Vorstellung der Landschaft und ihrer Bewohner im Zusammenspiel mit der kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Lebenswelt vor 1945. Unter dem Titel „Das Ende der Selbstverständlichkeiten“ folgt die Ausstellung den politischen und sozialen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Katastrophe von Krieg und Vertreibung im 20. Jahrhundert. „Heimat?“, nun mit Fragezeichen, schildert den mühsamen Neubeginn und die Integration der Sudetendeutschen im Westen. Das Sudetendeutsche Museum vermittelt wissenschaftliche Ergebnisse anschaulich und allgemein verständlich.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Museumshomepage.


    Postsowjetische Lebenswelten - eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Internetplattform dekoder.org

    Die Ausstellung "Postsowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus" nimmt den fundamentalen Wandel, der nach dem Ende der Sowjetunion 1991 einsetzte, in den Blick. Dabei zeigt sich, dass in den unterschiedlichen Staaten, die sich von Osteuropa über den Kaukasus bis nach Zentralasien gebildet haben, immer wieder Gemeinsamkeiten aufscheinen, wie die Bundesstiftung Aufarbeitung und die Internetplattform dekoder.org betonen: "Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf den sozialen Ausnahmezustand jenes Jahrzehnts, in dem die Menschen den Härten des Staatszerfalls und einem Markt ohne Recht ausgeliefert waren. Sie nimmt die Lebensverhältnisse in den Blick und macht die Wanderungsbewegungen sichtbar, die Menschen auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand die Heimat verlassen ließen. Der Raubzug der Mafia und die Selbstbereicherung früherer Funktionäre, die das Staatseigentum privatisierten, sind ebenso Themen, wie die ethnischen Konflikte und regionalen Kriege, die häufig mit dem russischen Hegemoniestreben verbunden waren und sind." (Zitat auf der Ausstellungshomepage)

    Die Tafeln der Ausstellung können auf der Homepage der Bundesstiftung Aufarbeitung eingesehen werden. Ab dem 15. September 2021 kann die von Jan C. Behrends vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam konzipierte und getextete Schau auch von Schulen ausgeliehen werden.


    Weiterleben: Acht Video-Porträts von Überlebenden des KZ Flossenbürg

    Anlässlich der Befreiung des KZ Flossenbürg vor 76 Jahren will das Projekt "Weiterleben", das acht Video-Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers beinhaltet, einen Blick werfen auf die Schwierigkeiten, mit denen das Weiterleben dieser Männer und Frauen verbunden war. Die Kurzfilme erzählen von "Trauma und Schuldgefühlen, von Verlust und Neuanfang, Verwundung und Genesung sowie Bezeugen und Schweigen" (Zitat von der Projekthomepage) - und bieten so vielschichtige Einblicke in ganz unterschiedliche Biographien von Überlebenden des NS-Terrors.

    Die Video-Porträts befinden sich auf der Projekthomepage, für die die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg verantwortlich zeichnet. Sie eignen sich auch, um im Unterricht die Zeit nach der Befreiung mit Blick auf die Überlebenden der Konzentrationslager fundiert zu thematisieren.


    MusPad: Die Museen kommen (digital) in die Schule - ein Angebot des MPZ

    Bayerischen Schülerinnen und Schülern aller Schularten auch in Zeiten von Corona ein Museumserlebnis bieten, ist das Ziel der MPZ-Initiative: Auf der Basis von interaktiven Online-Materialien aus unterschiedlichsten bayerischen Museen finden in den Klassen digitale Expertengespräche statt.

    Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) hat zu ausgewählten Themen aus einem oder mehreren Museen "MusPads" mit Bildern, Tonspuren, Links oder Anleitungen zum praktischen Arbeiten entwickelt. Die Klassen können im gewählten MusPad eine Woche vorab kommentieren, Fragen stellen oder beantworten oder einzelne Elemente liken. Im anschließenden Expertengespräch vermittelt eine Museumspädagogin oder ein Museumspädagoge auf der Basis des eingegangenen Feedbacks relevante Inhalte des MusPads und gibt weiterführende Informationen. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen allen Beteiligten. Um unterschiedlichen Profilen von Klassen gerecht zu werden, gibt es MusPads mit verschiedenen Schwerpunkten - von Handlungsaufforderungen bis hin zu assoziativem Vorgehen.

    Weitere Informationen zum Ablauf, den technischen Voraussetzungen, den Buchungsmodalitäten sowie den Themen finden Sie hier.


    Neues Themenforum "Flucht und Vertreibung"

    Auf der Seite der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ist dem Komplex "Flucht und Vertreibung" nun ein eigenes Themenforum gewidmet. Es greift in Fachartikeln unterschiedliche Aspekte von Flucht und Vertreibung in der bayerischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg auf - sei es die Herkunft der Heimatvertriebenen, den Umgang Bayerns mit Geflüchteten und Vertriebenen sowie die Auswirkungen der Zuwanderung auf die deutsche, hier insbesondere auf die bayerische (Nachkriegs-)Gesellschaft.

    Zudem bietet das Themenforum die Möglichkeit, eigene, familiär tradierte Geschichten und Erfahrungen von Flucht und Vertreibung weiterzugeben.


    Migration aus bilateraler Perspektive. Deutsch-israelische Unterrichtseinheiten

    Das Projekt "Von hier <- Dorthin / Hierher -> Von dort" nimmt ausgewählte Aspekte der Migration vor dem Hintergrund der deutschen und der israelischen Geschichte und Gegenwart in den Blick. Verantwortet von der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut und dem Tel Aviver Center for Educational Technology, zeichnen die digitalen Unterrichtseinheiten ein differenziertes und vielfältiges Bild der israelischen Kultur und Gesellschaft. Sie bieten eine Fülle an interessanten Materialien, kurzen Filmen und Dokumenten und wurden für die Fächer Geographie, Sozialkunde / Politik und Gesellschaft sowie für Geschichte konzipiert. Die insbesondere für Geschichte einschlägigen Unterrichtseinheiten beziehen sich auf vier Aspekte deutsch-israelischer Migrationsgeschichte:


    Wie unter einem Brennglas zeigt der 9. November Ereignisse der deutschen Geschichte, in denen sich markante Entwicklungslinien des 20. Jahrhunderts bündeln. Vor diesem Hintergrund hat die Kultusministerkonferenz dazu aufgerufen, in jedem Jahr am 9. November einen Projekttag in Deutschlands Schulen durchzuführen. Ein von der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erarbeitetes Portal zum "Projekttag deutsche Geschichte" hält zahlreiche material- und quellenbasierte Angebote für Lehrkräfte bereit, die über die differenzierte Auseinandersetzung mit diesem "schwierigen Gedenktag" (Eckart Conze) einen wesentlichen Beitrag zur historischen-politischen Bildung leisten.


    Abschließender Band des deutsch-polnischen Schulbuchs erschienen

    Mit dem vierten Band von "Europa. Unsere Geschichte", der sich mit dem 20. und beginnenden 21. Jahrhundert beschäftigt, ist die von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission herausgegebene Reihe nun vollständig. Wie schon die Vorgängerbände bietet auch der abschließende Band eine Vielfalt an Perspektiven auf die europäische Geschichte und berücksichtigt konsequent globale Entwicklungen. Besonders interessant und für den Geschichtsunterricht anregend sind die Quellen und wissenschaftlichen Texte, die die polnische Geschichte in den Blick nehmen.

    Die Reihe "Europa. Unsere Geschichte" ist im eduversum-Verlag erschienen und beinhaltet folgende Bände:

    • Band 1: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter, Wiesbaden 2016.
    • Band 2: Neuzeit bis 1815, Wiesbaden 2017.
    • Band 3: Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg, Wiesbaden 2019.
    • Band 4: 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Wiesbaden 2020.

    Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Reihe.


    Themenforum Antisemitismus der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

    Neuer Lernort zur Geschichte der DDR in Berlin: Lernort Keibelstraße

    Kooperation der Fächer Geschichte und Sozialkunde am Gymnasium