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Historisches Forum Bayern » Aktuelles

Aktuelles

Sie finden hier sowohl aktuelle Informationen zum Geschichtsunterricht als auch Links auf Inhalte, die kürzlich in anderen Bereichen aktualisiert wurden. 

Im Archiv werden weiter zurückliegende Informationen gesammelt. 


Neuer digitaler Erinnerungsort zum Olympia-Attentat 1972

Vor fünfzig Jahren, am 5. September 1972, ereignete sich bei den Olympischen Spielen in München, die so heiter begonnen hatten, eine Katastrophe: Die Geiselnahme von 11 israelischen Sportlern durch die palästinensiche Terrororganisation "Schwarzer September", die in einem Schusswechsel auf dem Flugplatz der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck mit dem Tod aller Geiseln und eines Polizisten  dramatisch endete, veränderte nicht nur den Blick auf die Olympischen Spiele, sondern auch auf die bundesdeutsche Sicherheitsarchitektur nachhaltig.  Nachdem die Erinnerung an die Menschen, die auf grausame Weise ihr Leben ließen, erst nach und nach in der Öffentlichkeit stattfand, gibt es seit September 2022 auch einen digitalen Erinnerungsort, der die Geschehnisse des 5. und 6. Septembers 1972 eindringlich erzählt, mehrere Zeitzeugeninterviews einband - und einen digitalen Erinnerungsraum kreiert. Die Texte und die Konzeption des auch schulisch relevanten Angebots übernahmen die Historiker Dominik Aufleger, Anna Greithanner und Robert Wolff; das Projekt wurde u. a. vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt.

Weitere für den schulischen Kontext interessante Angebote sind zudem


Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine - Hinweise und Tipps zur Einbindung in den Unterricht

Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende. Der russische Überfall auf die Ukraine, ein brutaler Angriffskrieg, geht weder an den Schülerinnen und Schülern noch an den Lehrkräften spurlos vorüber. Bilder und Nachrichten von zerbombten Städten und flüchtenden Menschen aus der Ukraine, darunter vor allem Frauen und Kinder, müssen auch im Unterricht verarbeitet und besprochen werden.

Zudem werden Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte sowie Lehrkräfte und Schulleitungen durch die über 1800 Beratungslehrkräfte und insbesondere durch die über 970 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützt, die für individuelle Beratungen u. a. bei persönlichen Krisen und psychischen Belastungen an allen staatlichen Schulen zur Verfügung stehen. Über die Ebene der einzelnen Schule hinaus können sich die Mitglieder der Schulfamilie zudem an besonders erfahrene Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an den neun Staatlichen Schulberatungsstellen in Bayern wenden (Staatliche Schulberatung in Bayern).

Das Kriseninterventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS), welches den Schulen als notfallpsychologisches Unterstützungssystem zur Verfügung steht, hat Hinweise zusammengestellt, die beim Umgang mit dem Krieg in der Ukraine in der Schule unterstützen können.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige informative, weiterführende Angebote herausgestellt, die dabei helfen, das Thema im Unterricht aufzugreifen:

  • Ein Selbstlernkurs der ALP Dillingen zum Thema "Krieg in der Ukraine" stellt kompakt Informationen und Unterstützung zur Verfügung. Erschienen ist er in der Reihe "ALP-fre!stunde", die 45minütige Kurse beinhaltet. Zugang zur "fre!stunde" erhalten Sie hier. Eine weitere "ALP-fre!stunde" widmet sich dem Thema "Sport und Politik im Ukrainekrieg". Zugang zu dieser "fre!stunde" erhalten Sie hier.
  • Auf dem Portal für Politische Bildung ist Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Themenschwerpunkt. Dort erhalten Sie zahlreiche, auch für den Unterricht in Politik und Gesellschaft bzw. Sozialkunde nützliche Informationen.
  • Auch das für Schülerinnen und Schüler gut geeignete Lexikon "Hanisauland" bietet verständliches Wissen zum Krieg in der Ukraine.
  • Das Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung bietet ein Padlet "Krieg in der Ukraine" an.
  • Der Podcast "Ukrainecast" der BBC bietet kurze englischsprachige Reportagen u. a. zur humanitären Situation und zahlreiche Interviews mit Geflüchteten ebenso wie mit Menschen, die in den umkämpften Gebieten in der Ukraine leben.
  • Auf Dekoder.org finden sich zudem deutsche Übersetzungen unabhängiger Medien in Russland.   

Leseland DDR - Eine Plakatausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung

Die DDR war mehr als der "andere" deutsche Staat - sie war, neben vielem anderen, auch ein Leseland. Bürgerinnen und Bürger der DDR lasen heimlich westdeutsche Literatur, rezipierten sowjetische Werke und nutzten Bücher, um vor der allgegenwärtigen Überwachung in andere Welten zu fliehen. Schrifstellerinnen und Schriftsteller nahmen eine wichtige Rolle im Zusammenhant mit der Friedlichen Revolution ein. Die Vielfalt des Leselandes DDR erkundet die aus 20 Plakaten mit Texten, Bildern und Videos bestehende Ausstellung, die gegen ein geringes Entgelt ab September 2022 ausgeliehen werden kann. Einen ersten Eindruck von der von Stefan Wolle gestalteten Ausstellung erhalten Sie über die Homepage der Bundesstiftung Aufarbeitung.


Gedenkstättenpädagogik: Wichtige Regeln für den Besuch der KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg

Vom 3. bis zunächst 30. April 2022 gelten die sog. Corona-Basisschutzmaßnahmen: Die 3G-Regelung wurde zwar aufgehoben, doch die allgemeinen Schutz- und Hygienemaßnahmen werden weiterhin empfohlen. Hierzu zählen – abhängig vom jeweiligen Hausrecht – die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m zu anderen Besucherinnen und Besuchern sowie das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske in Innenräumen. Bitte informieren Sie sich daher unmittelbar vor Ihrem Besuch bei der jeweiligen KZ-Gedenkstätte auch über die aktuell gültigen Regelungen.


Neuer Materialschuber der BLZ: erinnern.elementar

Erinnern und Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt des neuen Materialschubers der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Die ab der Jahrgangsstufe 9 einsetzbaren Materialien widmen sich in zwölf methodischen Zugängen u. a. der Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte, der Erinnerung an die Shoa und an den Genozid an Sinti und Roma ebenso wie dem Umgang mit rechtsextremen Attentaten und der Bedeutung der Friedlichen Revolution. Diese Fülle an für den Geschichtsunterricht allesamt triftigen, instruktiv aufbereiteten Themen macht den hohen Wert von "erinnern.elementar" für Lehrkräfte aus.


Das Sudetendeutsche Museum in München - das neue Erlebnis namens Heimat

Das Sudetendeutsche Museum ist das zentrale Museum der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern. Seine Dauerausstellung spannt einen Bogen über 1100 Jahre Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, dargestellt in authentischen Objekten aus seinen Sammlungen, auf einer Ausstellungsfläche von 1200 Quadratmetern.

Unter dem Leitbegriff „Heimat“ erzählt das Sudetendeutsche Museum vom Leben der Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, der heutigen Tschechischen Republik. Die Abteilung „Heimat!“ vermittelt eine Vorstellung der Landschaft und ihrer Bewohner im Zusammenspiel mit der kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Lebenswelt vor 1945. Unter dem Titel „Das Ende der Selbstverständlichkeiten“ folgt die Ausstellung den politischen und sozialen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Katastrophe von Krieg und Vertreibung im 20. Jahrhundert. „Heimat?“, nun mit Fragezeichen, schildert den mühsamen Neubeginn und die Integration der Sudetendeutschen im Westen. Das Sudetendeutsche Museum vermittelt wissenschaftliche Ergebnisse anschaulich und allgemein verständlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Museumshomepage.


Postsowjetische Lebenswelten - eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Internetplattform dekoder.org

Die Ausstellung "Postsowjetische Lebenswelten. Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus" nimmt den fundamentalen Wandel, der nach dem Ende der Sowjetunion 1991 einsetzte, in den Blick. Dabei zeigt sich, dass in den unterschiedlichen Staaten, die sich von Osteuropa über den Kaukasus bis nach Zentralasien gebildet haben, immer wieder Gemeinsamkeiten aufscheinen, wie die Bundesstiftung Aufarbeitung und die Internetplattform dekoder.org betonen: "Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf den sozialen Ausnahmezustand jenes Jahrzehnts, in dem die Menschen den Härten des Staatszerfalls und einem Markt ohne Recht ausgeliefert waren. Sie nimmt die Lebensverhältnisse in den Blick und macht die Wanderungsbewegungen sichtbar, die Menschen auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand die Heimat verlassen ließen. Der Raubzug der Mafia und die Selbstbereicherung früherer Funktionäre, die das Staatseigentum privatisierten, sind ebenso Themen, wie die ethnischen Konflikte und regionalen Kriege, die häufig mit dem russischen Hegemoniestreben verbunden waren und sind." (Zitat auf der Ausstellungshomepage)

Die Tafeln der Ausstellung können auf der Homepage der Bundesstiftung Aufarbeitung eingesehen werden. Ab dem 15. September 2021 kann die von Jan C. Behrends vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam konzipierte und getextete Schau auch von Schulen ausgeliehen werden.


Weiterleben: Acht Video-Porträts von Überlebenden des KZ Flossenbürg

Anlässlich der Befreiung des KZ Flossenbürg vor 76 Jahren will das Projekt "Weiterleben", das acht Video-Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers beinhaltet, einen Blick werfen auf die Schwierigkeiten, mit denen das Weiterleben dieser Männer und Frauen verbunden war. Die Kurzfilme erzählen von "Trauma und Schuldgefühlen, von Verlust und Neuanfang, Verwundung und Genesung sowie Bezeugen und Schweigen" (Zitat von der Projekthomepage) - und bieten so vielschichtige Einblicke in ganz unterschiedliche Biographien von Überlebenden des NS-Terrors.

Die Video-Porträts befinden sich auf der Projekthomepage, für die die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg verantwortlich zeichnet. Sie eignen sich auch, um im Unterricht die Zeit nach der Befreiung mit Blick auf die Überlebenden der Konzentrationslager fundiert zu thematisieren.


MusPad: Die Museen kommen (digital) in die Schule - ein Angebot des MPZ

Bayerischen Schülerinnen und Schülern aller Schularten auch in Zeiten von Corona ein Museumserlebnis bieten, ist das Ziel der MPZ-Initiative: Auf der Basis von interaktiven Online-Materialien aus unterschiedlichsten bayerischen Museen finden in den Klassen digitale Expertengespräche statt.

Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) hat zu ausgewählten Themen aus einem oder mehreren Museen "MusPads" mit Bildern, Tonspuren, Links oder Anleitungen zum praktischen Arbeiten entwickelt. Die Klassen können im gewählten MusPad eine Woche vorab kommentieren, Fragen stellen oder beantworten oder einzelne Elemente liken. Im anschließenden Expertengespräch vermittelt eine Museumspädagogin oder ein Museumspädagoge auf der Basis des eingegangenen Feedbacks relevante Inhalte des MusPads und gibt weiterführende Informationen. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen allen Beteiligten. Um unterschiedlichen Profilen von Klassen gerecht zu werden, gibt es MusPads mit verschiedenen Schwerpunkten - von Handlungsaufforderungen bis hin zu assoziativem Vorgehen.

Weitere Informationen zum Ablauf, den technischen Voraussetzungen, den Buchungsmodalitäten sowie den Themen finden Sie hier.


Neues Themenforum "Flucht und Vertreibung"

Auf der Seite der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ist dem Komplex "Flucht und Vertreibung" nun ein eigenes Themenforum gewidmet. Es greift in Fachartikeln unterschiedliche Aspekte von Flucht und Vertreibung in der bayerischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg auf - sei es die Herkunft der Heimatvertriebenen, den Umgang Bayerns mit Geflüchteten und Vertriebenen sowie die Auswirkungen der Zuwanderung auf die deutsche, hier insbesondere auf die bayerische (Nachkriegs-)Gesellschaft.

Zudem bietet das Themenforum die Möglichkeit, eigene, familiär tradierte Geschichten und Erfahrungen von Flucht und Vertreibung weiterzugeben.


Migration aus bilateraler Perspektive. Deutsch-israelische Unterrichtseinheiten

Das Projekt "Von hier <- Dorthin / Hierher -> Von dort" nimmt ausgewählte Aspekte der Migration vor dem Hintergrund der deutschen und der israelischen Geschichte und Gegenwart in den Blick. Verantwortet von der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut und dem Tel Aviver Center for Educational Technology, zeichnen die digitalen Unterrichtseinheiten ein differenziertes und vielfältiges Bild der israelischen Kultur und Gesellschaft. Sie bieten eine Fülle an interessanten Materialien, kurzen Filmen und Dokumenten und wurden für die Fächer Geographie, Sozialkunde / Politik und Gesellschaft sowie für Geschichte konzipiert. Die insbesondere für Geschichte einschlägigen Unterrichtseinheiten beziehen sich auf vier Aspekte deutsch-israelischer Migrationsgeschichte:


Wie unter einem Brennglas zeigt der 9. November Ereignisse der deutschen Geschichte, in denen sich markante Entwicklungslinien des 20. Jahrhunderts bündeln. Vor diesem Hintergrund hat die Kultusministerkonferenz dazu aufgerufen, in jedem Jahr am 9. November einen Projekttag in Deutschlands Schulen durchzuführen. Ein von der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erarbeitetes Portal zum "Projekttag deutsche Geschichte" hält zahlreiche material- und quellenbasierte Angebote für Lehrkräfte bereit, die über die differenzierte Auseinandersetzung mit diesem "schwierigen Gedenktag" (Eckart Conze) einen wesentlichen Beitrag zur historischen-politischen Bildung leisten.


Abschließender Band des deutsch-polnischen Schulbuchs erschienen

Mit dem vierten Band von "Europa. Unsere Geschichte", der sich mit dem 20. und beginnenden 21. Jahrhundert beschäftigt, ist die von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission herausgegebene Reihe nun vollständig. Wie schon die Vorgängerbände bietet auch der abschließende Band eine Vielfalt an Perspektiven auf die europäische Geschichte und berücksichtigt konsequent globale Entwicklungen. Besonders interessant und für den Geschichtsunterricht anregend sind die Quellen und wissenschaftlichen Texte, die die polnische Geschichte in den Blick nehmen.

Die Reihe "Europa. Unsere Geschichte" ist im eduversum-Verlag erschienen und beinhaltet folgende Bände:

  • Band 1: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter, Wiesbaden 2016.
  • Band 2: Neuzeit bis 1815, Wiesbaden 2017.
  • Band 3: Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg, Wiesbaden 2019.
  • Band 4: 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Wiesbaden 2020.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Reihe.


Themenforum Antisemitismus der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Neuer Lernort zur Geschichte der DDR in Berlin: Lernort Keibelstraße

Kooperation der Fächer Geschichte und Sozialkunde am Gymnasium