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Wettbewerbe

Über das Angebot von Schülerwettbewerben lassen sich aktuelle oder in gesellschaftspolitischer Hinsicht besonders bedeutende Themen im Rahmen des Geschichtsunterrichtes behandeln. Ferner stellen sie ein attraktives Zusatzangebot dar. Die meisten Wettbewerbe bieten Materialien mit Anregungen zum Unterricht an.  


Schülerlandeswettbewerb Erinnerungszeichen

Ein besonderes Augenmerk sollten Geschichtslehrkräfte auf den Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ legen. 2019/2020 lautete das Wettbewerbsthema "Der Geschichte ein Gesicht geben!", in der Runde 2020/21 stand das "Kriegsende in Bayern 1945" im Mittelpunkt. Der nunmehr angelaufene Wettbewerb hat das Thema "Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bayern" im Fokus. Bis zum 18. März 2022 können alle bayerischen Schulen in Einzel- oder Gruppenprojekten ihre Beiträge einreichen. Die Prämien für die besten Arbeiten werden voraussichtlich im Frühsommer 2022 bei einer Feier im Bayerischen Landtag vergeben.

Die Homepage des Wettbewerbs beinhaltet neben den Teilnahmebedingungen auch wichtige Informationen zu Recherchemöglichkeiten.

Die aktuelle Wettbewerbsbroschüre finden Sie hier:.


Jugendwettbewerb "Umbruchszeiten" der Bundesstiftung Aufarbeitung

Am 15. September 2021 beginnt die neue Wettbewerbsrunde des Jugendwettbewerbs "Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit", den die Bundesstiftung Aufarbeitung verantwortet. Das Wettbewerbsthema "Jungsein" eröffnet vielfältige Perspektiven für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren, die Zielgruppe des Wettbewerbs. Seien es die Jugenderlebnisse der Eltern, Umbruchserfahrungen im Zuge der Deutschen Einheit, unterschiedliche Jugendkulturen in West und Ost - die historischen Bezügen zum Thema sind entsprechend vielfältig. Bis zum 1. März 2022 können die Beiträge eingereicht werden; die besten Einreichungen erhalten Preisgelder und werden im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin prämiert. Nähere Informationen finden Sie auf der Wettbewerbshomepage der Bundesstiftung Aufarbeitung oder im Wettbewerbsflyer.


Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Seit 1973 wird er von der Körber-Stiftung und dem Bundespräsidenten ausgerichtet. Kinder und Jugendliche - von der Grundschule bis zum Alter von 21 Jahren - sind eingeladen, sich an diesem bundesweiten Wettbewerb zu beteiligen, der forschendes und entdeckendes Lernen mit lebensweltlichem und lokalem Bezug fördern will. Jedes Jahr am 1. September wird das Thema des Wettbewerbs bekanntgegeben; Einsendeschluss der Beiträge ist Ende Februar. 

Das Thema der seit September 2020 laufenden Wettbewerbsrunde lautete:

Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft.

Auf der Homepage der Körber-Stiftung werden regelmäßig Materialien zum Download zur Verfügung gestellt. Auch ein eigener Bayern-Wegweiser zum Wettbewerb unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zahlreichen, nach Regierungsbezirken geordneten Anlaufstellen für Recherchearbeiten.


EUSTORY France - Der deutsch-französische Geschichtswettbewerb

Die Föderation der deutsch-französischen Häuser richtet dieses Jahr in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) eine neue Ausgabe des deutschfranzösischen Geschichtswettbewerbs Eustory aus, der sich an SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 richtet.

Das diesjährige Thema lautet "Europa in Bewegung: BürgerInnen und Menschenrechte in Europa".

Dieser Wettbewerb richtet sich an einzelne SchülerInnen, SchülerInnengruppen sowie Klassen. Die TeilnehmerInnen können zwischen sehr unterschiedlichen Formaten wählen (Bücher, Blog, Podcast, Ausstellung, Film, etc.). Die PreisträgerInnen können sich über ein Preisgeld in der Höhe von maximal 1000 € freuen und bekommen die Möglichkeit, sich für Seminare des Eustory-Netzwerks auf europäischer Ebene zu bewerben.

Für TeilnehmerInnen, die in deutsch-französischen Tandem arbeiten wird ein Sonderpreis ausgeschrieben. Sie können die vom DFJW bereitgestellten Werkzeuge « Plattform Domino » und « Tele-Tandem » verwenden.
Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite des Wettbewerbs.


denkt@g - Jugendwettbewerb gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

denkt@g ist ein Jugendwettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Er richtet sich bundesweit an Schüler, Studenten, Auszubildende und Motivierte zwischen 16 und 22 Jahre.

Projekte müssen auf der denkt@g-Homepage angemeldet werden. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Wettbewerb.


Margot-Friedländer-Preis der "Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa"

Mit dem Margot-Friedländer-Preis der „Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa“ werden seit 2014 Jugendliche aufgerufen, sich mit der Shoa, ihrer Überlieferung und mit dem Wandel der Zeitzeugenarbeit in interaktiven Projekten auseinanderzusetzen und sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen. Dieser Einsatz ist durchaus praktisch zu verstehen, denn der Wettbewerb leistet finanzielle Unterstützung zur Umsetzung einer thematisch passenden Idee.

Bundesweit sind jedes Jahr Klassen oder Projektgruppen aller Schularten ab Jahrgangsstufe 5 dazu aufgerufen, eine Projektidee einzureichen, die zwei der folgenden Themen behandelt: „Auseinandersetzung mit der Shoah und Gedenken an im Nationalsozialismus verfolgte und ermordete Menschen“, „Weiterführung der Zeugenarbeit in einer Zukunft ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen“, „Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung in der Gegenwart“. Das Preisgeld von bis zu 5.000 € soll die Umsetzung des Projekts zwischen Januar und Juli des Folgejahres ermöglichen. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa.


Wettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn"

Der bayerische Schülerwettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" thematisiert seit vielen Jahren Geschichte und Kultur der östlichen Nachbarländer. Turnusgemäß findet alle zwei Jahre eine Wettbewerbsrunde statt, die Schülerinnen und Schüler der bayerischen Schulen (Klasse 2 - 13) ebenso wie ihren Altersgenossen in osteuropäischen Nachbarländern offensteht. 

Die usprünglich für 2020 angesetzte Wettbewerbsrunde wurde allerdings aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Mit Beginn des Schuljahres 2021/22 steht dann "Rumänien - Ein europäisches Mosaik" im Mittelpunkt. Im Lauf dieses Schuljahres wird die Wettbewerbshomepage aber bereits mit passenden Materialien und Ideen bestückt, sodass sich ein Besuch lohnt!

Die Broschüre, die viele Anregungen für die Arbeit mit Ihren Schülerinnen und Schülern bereithält, finden Sie hier zum Download:

Wettbewerbsbroschüre "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn: Rumänien - Ein europäisches Mosaik"


denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule

„denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ ist das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Mit ihm erforschen junge Menschen ein Schuljahr lang das kulturelle Erbe in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld, sei es im Unterricht, einer AG oder im Ganztagsangebot.
Gebaute Geschichte erleben, das Kulturerbe als Teil der eigenen Vergangenheit erkennen und die Chance ergreifen, sich für den Erhalt eines Baudenkmals zu engagieren – das sind die Ziele von „denkmal aktiv“. Seit 2002 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Programm bundesweit schulische Projekte zu Denkmalen in der Heimatregion und unterstützt sie mit 1.900 Euro und einer fachlich koordinierenden Begleitung. Interessierte Schulen bewerben sich mit einer Projektidee.

Die Ausschreibung für eine Förderung im Schuljahr 2021/22 läuft bis 07. Mai 2021.

Für die Teilnahme am Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz können sich alle Schulen ab der Jahrgangsstufe 5 bewerben. 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zum Schulprogramm "denkmal aktiv".


Bayerischer Archäologiepreis Schule

Eine wichtige Aufgabe der Schule und besonders des Geschichtsunterrichts ist es, ein Bewusstsein für das kulturelle Erbe zu vermitteln. Archäologie und Denkmalpflege spielen hierbei eine besondere Rolle. Die Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. lobt daher jährlich den "Bayerischen Archäologiepreis Schule" aus. Damit können Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und aller Schularten ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise und mit herausragendem Engagement für Archäologie und/oder Denkmalschutz in Bayern eingesetzt haben. 

Der "Bayerische Archäologiepreis Schule" ist mit 500,- € dotiert; er kann bis zu fünfmal jährlich vergeben werden. Einsende- und Bewerbungsschluss ist jährlich der 30. April


Preis des Bayerischen Clubs für herausragende Seminararbeiten

Der Bayerische Club zur Förderung der bayerischen Kultur hat auch in diesem Jahr einen Preis für herausragende W-Seminararbeiten ausgeschrieben. Gesucht werden hervorragende, mit 15 Punkten (sowohl die Arbeit selbst, als auch die Präsentation) bewertete Schülerarbeiten, die sich mit kulturell bedeutsamen Themen aller Lebensbereiche aus Bayerns Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen. Das Leitfach muss dabei nicht zwangsläufig Geschichte sein, vielmehr können die Arbeiten aus der gesamten Fächerbreite des Gymnasiums stammen. Jedes Gymnasium hat die Möglichkeit, eine Arbeit beim zuständigen Ministerialbeauftragten einzureichen. 

Einen Bericht über die im Jahr 2020 prämierten Arbeiten finden Sie auf der Homepage des Kultusministeriums.


Nachwuchsförderpreis des Vereins für Ostbairische Heimatforschung

Der Nachwuchsförderpreis des Vereins für Ostbairische Heimatforschung wurde ausgelobt, um geisteswissenschaftliche Arbeiten mit regionalem Schwerpunkt zu fördern; dazu zählen ausdrücklich auch sehr gut bewertete Seminararbeiten ostbairischer Gymnasien oder beruflicher Oberschulen.

Einsendeschluss der Arbeiten ist der 1. September eines Jahres.

Die Verfasser prämierter Seminararbeiten erhalten ein Preisgeld von bis zu 300 €.

Die Modalitäten der Preisvergabe werden in den Förderrichtlinien des Vereins für Ostbairische Heimatforschung vom 19. Juli 2012 genauer erläutert.