Aktuelles
Sie finden hier sowohl aktuelle Informationen zum Geschichtsunterricht als auch Links auf Inhalte, die kürzlich in anderen Bereichen aktualisiert wurden.
Im Archiv werden weiter zurückliegende Informationen gesammelt.
Aktuelle Wettbewerbsrunde des Schülerlandeswettbewerbs Erinnerungszeichen: Der Sound Bayerns - Musik und Klang in Bayern vom Mittelalter bis heute
Passend zur Landesausstellung in Freyung, die sich der Musik(geschichte) widmet, beschäftigt sich die aktuelle Runde des Schülerlandeswettbewerbs Erinnerungszeichen mit dem „Sound Bayerns“, demnach mit Musik und Klang vom Mittelalter bis heute. Teilnahmeberechtigt sind alle bayerischen Schülerinnen und Schüler – von der Grundschule bis zu Einrichtungen der Zweiten Bildungswegs (z. B. Kollegs). Dabei sind der Kreativität der Einreichungen keine Grenzen gesetzt; sowohl Einzel- als auch Gruppenbeiträge sind möglich, die z. B. in Form von Filmen, Podcasts, Präsentationen, Broschüren, Homepages, Webquests, Erzählungen, wissenschaftlichen Aufsätzen oder Spielen bis zum 14. März 2027 eingesandt werden können.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Wettbewerbs sowie in der Wettbewerbsbroschüre.
Musik in Bayern - Die Bayerische Landesausstellung 2026 vom 25. April bis 8. November 2026
Am 25. April öffnete die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“ in Freyung ihre Tore. Bis zum 8. November 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher ein musikalisches Spektakel für alle Sinne. Der Eintritt ist im Klassenverband frei!
Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, abseits der Klischees und durch alle Genres: von Klassik über Volksmusik, Rock und Pop bis zu den Sounds von heute zeigt die Ausstellung die Vielfalt und den Reichtum der Musik in Bayern.
Schülerführungen werden auf die jeweilige Jahrgangsstufe und Schulart angepasst. Mitmachen wird großgeschrieben – ein breites Angebot an Workshops in Zusammenarbeit mit der Volksmusikakademie in Freyung fördern die Lust am Musizieren und sorgen für einen erlebnisreichen Ausflug zur Bayerischen Landesausstellung 2026 in Freyung. Weitere Informationen mit fortlaufender Aktualisierung finden Sie unter www.hdbg.de.
Tagungsband "Sinti und Roma in Geschichte und Erinnerung: Europäische und regionale Perspektiven" (2025)
Der von Nikole Janka, Thomas Höhne und Marcus Mühlnikel herausgegebene Tagungsband bündelt eine Vielzahl von neueren Forschungsperspektiven auf die Geschichte der Sinti und Roma. Obwohl er einen erkennbaren Schwerpunkt im fränkischen Raum hat, nimmt er viele überregionale Bezüge auf: Einblicke in die Geschichte der mitteleuropäischen Sinti in der Frühen Neuzeit, in die Deportation von Sinti und Roma aus Franken sowie in Fragen der Erinnerung und Wiedergutmachung werden ergänzt durch eine Perspektive auf die Entwicklung der bayerischen Lehrpläne.
Der Sammelband steht auf der Homepage der Universität Bamberg zum Download zur Verfügung.
Neues Portal "Jüdisches Bayern"
Seit Sommer 2025 ist das Portal „Jüdisches Bayern“ online. Mit den Rubriken „Jüdisches Leben stärken“ „Bayerisch-israelische Beziehungen vertiefen“ und „Antisemitismus stoppen“ widmet es sich zentralen Themen jüdischen Lebens in Bayern. Dabei erfahren Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Wissenswertes über die Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinden in Bayern, sondern erhalten eine Fülle an Informationen zu Fragen der Antisemitismusprävention, von digitalen Materialien bis hin zu Anlaufstellen und rechtlichen Bestimmungen, auch über den schulischen Rahmen hinaus. Zudem ist das Portal offen für neue Anregungen, Ideen und Projekte, die an einem der drei Schwerpunktbereiche anknüpfen und bayernweite Bekanntheit erhalten sollten.
35 Jahre Deutsche Einheit - Digitale Materialien für den Unterricht
Vor 35 Jahren, am 3. Oktober 1990, wurde die Deutsche Einheit verwirklicht. Vor dem Reichstagsgebäude versammelten sich tausende Menschen, um die deutsche Wiedervereinigung zu feiern. Das Jubiläum in diesem Jahr bietet im Geschichtsunterricht die Möglichkeit, zum einen den Weg zum „Tag der deutschen Einheit“ zu thematisieren und damit die Friedliche Revolution und den Mauerfall. Zum anderen eröffnen die Feierlichkeiten auch den Blick auf die letzten 35 Jahre, in denen Deutschland wiedervereinigt war, auf das Zusammenwachsen zweier unterschiedlich geprägter Landesteile, auf soziale und ökonomische Herausforderungen, hochgesteckte Hoffnungen, enttäuschte Erwartungen und sichtbare Erfolge beim Entstehen der Deutschen Einheit. Die folgenden Hinweise beinhalten hilfreiche Links, um die unterschiedlichen Facetten des Jubiläums der Deutschen Einheit anschaulich im Unterricht aufgreifen zu können:
- Die offizielle Seite der Deutschen Bundesregierung zu „35 Jahre Deutsche Einheit“ bietet eine Chronik der Ereignisse sowie zahlreiche Fotografien aus dem Jahr 1990. Darüber hinaus gibt es Hintergrundinformationen zu weiteren interessanten Themen wie z. B. Frauen im geteilten Deutschland, die Mauer, die letzte Regierung der DDR sowie historische Dokumente, Fotos, Filmaufnahmen und Zeitzeugeninterviews aus der Zeit zwischen 1989 und 1992.
- Auf der Seite der Bundesstiftung Aufarbeitung lassen sich Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews aufrufen, in denen die befragten Personen von ihrem Engagement in Opposition und Widerstand in der DDR und von der Friedlichen Revolution berichten. Darüber hinaus gibt es Unterrichtsmaterialien zum „Tag der Deutschen Einheit“, die dieses Ereignis in einen größeren geschichtlichen Kontext einordnen und die Frage stellen, was vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte seit 1871 unter „Wiedervereinigung“ und „Einheit“ zu verstehen ist. Eine eigene Themenseite zur Friedlichen Revolution und zur Deutschen Einheit versammelt auch Hinweise auf einschlägige Portale, DVDs und Lernplakate.
- Das Portal für Politische Bildung führt in seinem Themenschwerpunkt „35 Jahre Wiedervereinigung“ eine Fülle an konkreten Unterrichtsideen (u. a. Verfassungsviertelstunden) auf, die die mit der Deutschen Einheit verbundenen historischen Entwicklungen auch aus gegenwärtiger Perspektive beleuchten und reflektieren.
- Die Webseite Hanisauland, ein Angebot der Bundeszentrale für Politische Bildung, beinhaltet Arbeitsblätter zur Deutschen Einheit, die sich für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe (Jahrgangsstufen 5 bis 7) eignen.
- Auf dem Deutschen Bildungsserver befindet sich ein Dossier zur Deutschen Einheit, das Hintergrundinformationen, Medienangebote und Unterrichtsmaterialien versammelt.
- Die Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg greift auf ihrer Seite zur Deutschen Einheit eine Fülle an historisch triftigen Aspekten auf und bietet auch konkrete Ideen für Unterrichtsentwürfe zum Download an. Besonders spannend ist ein Portal, das explizit die Sicht von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf den Prozess der Einheit thematisiert.
- Unter dem Titel „Alles vereint?“ sind Themenblätter der Bundeszentrale für Politische Bildung erschienen, die neben Statistiken und Karikaturen auch Zeitzeugenaussagen und einige im Unterricht einsetzbare Arbeitsblätter beinhalten.
- Die „Unterrichtsbausteine 1+1=Einheit?“ der Friedrich-Ebert-Stiftung sind anlässlich des 30jährigen Jubliäums der Einheit veröffentlicht worden, mit ihrer Vermittlung von Wissen über die Friedliche Revolution, ihrer Reflexion des Einigungsprozesses sowie der Bedeutung von gesellschaftlichem Engagement damals wie heute aber nach wie vor aktuell.
Angriff auf Israel: Hinweise auf Informationen und Materialien
Die islamistische Terrororganisation Hamas startete am Samstag, den 7. Oktober 2023, eine Terroroffensive gegen Israel. Terroristen der Hamas haben wahllos Tausende Menschen in Israel verletzt und Hunderte brutal ermordet. Aus dem Gazastreifen und später auch aus dem Libanon wurden Raketen abgeschossen, mehr als 150 Menschen aus Israel verschleppt. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen und mit Angriffen auf den Gazastreifen reagiert. Der Überfall der Hamas ist der schwerste Angriff auf Israel seit dem Jom-Kippur-Krieg vor genau 50 Jahren.
Die Auswirkungen des Terrorangriffs auf Israel zeigen sich nicht nur in der politischen Debatte in Deutschland, sondern auch in der Schule. Auch der Geschichtsunterricht bietet dabei einen Raum, um die aktuellen Entwicklungen mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren und historisch wie politisch einzuordnen.
Aktuelle Angebote der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP)
Mit der Reihe „Eskalation im Nahen Osten: Politische, historische und pädagogische Perspektiven auf ‚den Nahostkonflikt’”, deren Module am 6., 8., 13. und 15. November 2023 angesetzt sind, steht ein Format zur Verfügung, das Lehrkräften angesichts der aktuellen Situation nicht nur Informationen, sondern auch die Möglichkeit zum kollegialen Austausch bietet. Neben wissenschaftlichen Vorträgen - von Prof. Michael Wolffsohn über die derzeitige Situation im Nahen Osten und von Dr. Daniel Mahla über die Geschichte Israels - gibt es auch Module zur Erörterung von antisemitischen Vorfällen in der Schule, die von Dr. Gürcan Gökgiran (MIND prevention) betreut werden. Die Anmeldung erfolgt über FIBS.
Das Angebot der ALP zur Situation im Nahen Osten wird laufend aktualisiert und ist auf der Seite der Organisationseinheit Geschichte zu finden.
Die ALP-Fre!stunde „Let's talk about... Antisemitismus” ist ein Selbstlernkurs, der ebenfalls für Lehrkräfte zur Verfügung steht. Auch hier erfolgt die Anmeldung über FIBS.
Materialien zur aktuellen Situation in Israel
Die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung sowie ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage (z. B. über Euro Topics, einem Projekt der Bundeszentrale für Politische Bildung, und Foreign Affairs) können dazu dienen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Auf jugendschutz.net finden sich Hinweise zum Umgang mit verstörenden Inhalten im Zusammenhang mit dem Terrorangriff auf Israel.
Das Portal zur Politischen Bildung widmet dem Angriff auf Israel eine eigene Rubrik, die zahlreiche für hilfreiche Links bereithält, u. a. auf Medienangebote wie z. B. kurze, im Unterricht verwendbare Videobeiträge.
Umgang mit antisemitischen Vorfällen und Äußerungen
Das Portal "Bayern gegen Antisemitismus" unterstützt Lehrkräfte mit Handlungsvorschlägen, um im Schulleben israelfeindlichen Vorfällen oder Äußerungen, die die gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Gewalt verharmlosen oder legitimieren, angemessen entgegenzutreten. Einschlägige Fallbeispiele finden Sie auf dem Portal im Handlungsraum Lehrerzimmer ebenso wie im Handlungsraum Klassenzimmer.
"Nichts gegen Juden" ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung, das Argumentationshilfen im Zusammenhang mit antisemitischen und israelfeindlichen Parolen und Vorurteilen liefert.
Eine Broschüre der Aktion Jugendschutz (Landesarbeitsstelle Bayern) zu Verschwörungsmythen thematisiert auch Antisemitismus und ist in leichter Sprache sowie auf Türkisch, Arabisch und Englisch erhältlich.
Materialien zur Geschichte Israels
Im Historischen Forum Bayern finden Sie in der Rubrik "Geschichte Israels" Materialien, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der von Vielfalt gekennzeichneten israelischen Gesellschaft ermöglichen.
Die Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" vom Mai 2023 widmet sich dem Thema "Israel" und ist online abrufbar.
Unterrichtsmaterialien zum digitalen Erinnerungsort "Olympia-Attentat 1972"
Vor fünfzig Jahren, am 5. September 1972, ereignete sich bei den Olympischen Spielen in München, die so heiter begonnen hatten, eine Katastrophe: Die Geiselnahme von 11 israelischen Sportlern durch die palästinensische Terrororganisation "Schwarzer September", die in einem Schusswechsel auf dem Flugplatz der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck mit dem Tod aller Geiseln und eines Polizisten dramatisch endete, veränderte nicht nur den Blick auf die Olympischen Spiele, sondern auch auf die bundesdeutsche Sicherheitsarchitektur nachhaltig. Nachdem die Erinnerung an die Menschen, die auf grausame Weise ihr Leben ließen, erst nach und nach in der Öffentlichkeit stattfand, gibt es seit September 2022 auch einen digitalen Erinnerungsort, der die Geschehnisse des 5. und 6. Septembers 1972 eindringlich erzählt, mehrere Zeitzeugeninterviews einband - und einen digitalen Erinnerungsraum kreiert. Die Texte und die Konzeption des auch schulisch relevanten Angebots übernahmen die Historiker Dominik Aufleger, Anna Greithanner und Robert Wolff; das Projekt wurde u. a. vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt.
Der Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU (verantwortlich: Julia Treindl und Daniela Andre) bietet zudem zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen des Olympia-Attentats, die als Podcasts auch in den Geschichtsunterricht einbezogen werden können und unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse aufgreifen.
Zwei didaktische Konzepte erschließen die unterrichtlichen Möglichkeiten des digitalen Erinnerungsorts; zudem beinhalten Sie Unterrichtsmaterialien und zahlreiche Anregungen für die Einbindung des digitalen Erinnerungsorts in den Geschichtsunterricht:
- Konzept 1, verfasst von Daniela Andre (LMU, Lehrstuhl für Public History), arbeitet mit einzelnen Unterrichtsstunden und fokussiert den Erinnerungsort.
- Konzept 2, verfasst von Dr. Heike Wolter (Universität Regensburg, Abteilung Geschichtsdidaktik), bietet flexibel einsetzbare Module und Zusatzinformationen zum Thema „Olympa-Attentat 1972“.
Weitere für den schulischen Kontext interessante Angebote sind zudem
- "Olympia 72" ein digitales Storytelling auf der Seite der Bavariathek des Hauses der Bayerischen Geschichte
- Ausschnitte aus einer Diskussion zum Olympia-Attentat 1972 an der LMU u. a. mit Dr. Ludwig Spaenle (MdL) sowie den Autoren Roman Deininger und Uwe Ritzer (Video-Länge: 17 min) sowie
- der historische Live-Blog der Süddeutschen Zeitung zu Olympia 1972.
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine - Hinweise und Tipps zur Einbindung in den Unterricht
Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende. Der russische Überfall auf die Ukraine, ein brutaler Angriffskrieg, geht weder an den Schülerinnen und Schülern noch an den Lehrkräften spurlos vorüber. Bilder und Nachrichten von zerbombten Städten und flüchtenden Menschen aus der Ukraine, darunter vor allem Frauen und Kinder, müssen auch im Unterricht verarbeitet und besprochen werden.
Zudem werden Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte sowie Lehrkräfte und Schulleitungen durch die über 1800 Beratungslehrkräfte und insbesondere durch die über 970 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützt, die für individuelle Beratungen u. a. bei persönlichen Krisen und psychischen Belastungen an allen staatlichen Schulen zur Verfügung stehen. Über die Ebene der einzelnen Schule hinaus können sich die Mitglieder der Schulfamilie zudem an besonders erfahrene Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an den neun Staatlichen Schulberatungsstellen in Bayern wenden (Staatliche Schulberatung in Bayern).
Das Kriseninterventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS), welches den Schulen als notfallpsychologisches Unterstützungssystem zur Verfügung steht, hat Hinweise zusammengestellt, die beim Umgang mit dem Krieg in der Ukraine in der Schule unterstützen können.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige informative, weiterführende Angebote herausgestellt, die dabei helfen, das Thema im Unterricht aufzugreifen:
- Ein Selbstlernkurs der ALP Dillingen zum Thema "Krieg in der Ukraine" stellt kompakt Informationen und Unterstützung zur Verfügung. Erschienen ist er in der Reihe "ALP-fre!stunde", die 45minütige Kurse beinhaltet. Zugang zur "fre!stunde" erhalten Sie hier. Eine weitere "ALP-fre!stunde" widmet sich dem Thema "Sport und Politik im Ukrainekrieg". Zugang zu dieser "fre!stunde" erhalten Sie hier.
- Auf dem Portal für Politische Bildung ist Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Themenschwerpunkt. Dort erhalten Sie zahlreiche, auch für den Unterricht in Politik und Gesellschaft bzw. Sozialkunde nützliche Informationen.
- Wertvolle Informationen erhalten Sie zudem auf den einschlägigen Themenseiten zum Krieg in der Ukraine der Bundeszentrale für politische Bildung.
- Auch das für Schülerinnen und Schüler gut geeignete Lexikon "Hanisauland" bietet verständliches Wissen zum Krieg in der Ukraine.
- Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz haben informative Themenseiten zum Krieg in der Ukraine aufbereitet.
- Hilfreiche Materialien gibt es zudem von der Berghof Foundation (frieden-fragen) und der Stiftung Wissenschaft und Politik, die die Bundesregierung in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät.
- Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bieten ebenfalls auch für Schülerinnen und Schüler aufbereitetes Hintergrundwissen, dazu zählt etwa ein interaktiver Zeitstrahl zu den Hintergründen und zur Entstehung des Krieges (ZDF), die Seite "Krieg in der Ukraine: Die Hintergründe kurz erklärt" (WDR), der Podcast "Alles ist anders - Krieg in Europa" (ARD) und eine Playlist zum Krieg in der Ukraine von FUNK. Auch der Podcast "Streitkräfte & Strategien" des NDR bietet eine aktuelle Einschätzung der Kriegsgeschehnisse. Den Fokus auf Frauen im Krieg legt der Podcast "Women in War" des rbb.
- Das Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung bietet ein Padlet "Krieg in der Ukraine" an.
- Der Podcast "Ukrainecast" der BBC bietet kurze englischsprachige Reportagen u. a. zur humanitären Situation und zahlreiche Interviews mit Geflüchteten ebenso wie mit Menschen, die in den umkämpften Gebieten in der Ukraine leben.
- Auf Dekoder.org finden sich zudem deutsche Übersetzungen unabhängiger Medien in Russland.
- Zahlreiche hilfreiche Informationen zum Umgang mit Fake News erhalten Sie auf dem Portal zur Politischen Bildung.
Neuer Materialschuber der BLZ: erinnern.elementar
Erinnern und Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt des neuen Materialschubers der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Die ab der Jahrgangsstufe 9 einsetzbaren Materialien widmen sich in zwölf methodischen Zugängen u. a. der Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte, der Erinnerung an die Shoa und an den Genozid an Sinti und Roma ebenso wie dem Umgang mit rechtsextremen Attentaten und der Bedeutung der Friedlichen Revolution. Diese Fülle an für den Geschichtsunterricht allesamt triftigen, instruktiv aufbereiteten Themen macht den hohen Wert von "erinnern.elementar" für Lehrkräfte aus.
Das Sudetendeutsche Museum in München - das neue Erlebnis namens Heimat
Das Sudetendeutsche Museum ist das zentrale Museum der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern. Seine Dauerausstellung spannt einen Bogen über 1100 Jahre Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, dargestellt in authentischen Objekten aus seinen Sammlungen, auf einer Ausstellungsfläche von 1200 Quadratmetern.
Unter dem Leitbegriff „Heimat“ erzählt das Sudetendeutsche Museum vom Leben der Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, der heutigen Tschechischen Republik. Die Abteilung „Heimat!“ vermittelt eine Vorstellung der Landschaft und ihrer Bewohner im Zusammenspiel mit der kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Lebenswelt vor 1945. Unter dem Titel „Das Ende der Selbstverständlichkeiten“ folgt die Ausstellung den politischen und sozialen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Katastrophe von Krieg und Vertreibung im 20. Jahrhundert. „Heimat?“, nun mit Fragezeichen, schildert den mühsamen Neubeginn und die Integration der Sudetendeutschen im Westen. Das Sudetendeutsche Museum vermittelt wissenschaftliche Ergebnisse anschaulich und allgemein verständlich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Museumshomepage.
Weiterleben: Acht Video-Porträts von Überlebenden des KZ Flossenbürg
Anlässlich der Befreiung des KZ Flossenbürg vor 76 Jahren will das Projekt "Weiterleben", das acht Video-Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers beinhaltet, einen Blick werfen auf die Schwierigkeiten, mit denen das Weiterleben dieser Männer und Frauen verbunden war. Die Kurzfilme erzählen von "Trauma und Schuldgefühlen, von Verlust und Neuanfang, Verwundung und Genesung sowie Bezeugen und Schweigen" (Zitat von der Projekthomepage) - und bieten so vielschichtige Einblicke in ganz unterschiedliche Biographien von Überlebenden des NS-Terrors.
Die Video-Porträts befinden sich auf der Projekthomepage, für die die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg verantwortlich zeichnet. Sie eignen sich auch, um im Unterricht die Zeit nach der Befreiung mit Blick auf die Überlebenden der Konzentrationslager fundiert zu thematisieren.
MusPad: Die Museen kommen (digital) in die Schule - ein Angebot des MPZ
Bayerischen Schülerinnen und Schülern aller Schularten auch in Zeiten von Corona ein Museumserlebnis bieten, ist das Ziel der MPZ-Initiative: Auf der Basis von interaktiven Online-Materialien aus unterschiedlichsten bayerischen Museen finden in den Klassen digitale Expertengespräche statt.
Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) hat zu ausgewählten Themen aus einem oder mehreren Museen "MusPads" mit Bildern, Tonspuren, Links oder Anleitungen zum praktischen Arbeiten entwickelt. Die Klassen können im gewählten MusPad eine Woche vorab kommentieren, Fragen stellen oder beantworten oder einzelne Elemente liken. Im anschließenden Expertengespräch vermittelt eine Museumspädagogin oder ein Museumspädagoge auf der Basis des eingegangenen Feedbacks relevante Inhalte des MusPads und gibt weiterführende Informationen. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen allen Beteiligten. Um unterschiedlichen Profilen von Klassen gerecht zu werden, gibt es MusPads mit verschiedenen Schwerpunkten - von Handlungsaufforderungen bis hin zu assoziativem Vorgehen.
Weitere Informationen zum Ablauf, den technischen Voraussetzungen, den Buchungsmodalitäten sowie den Themen finden Sie hier.
Neues Themenforum "Flucht und Vertreibung"
Auf der Seite der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ist dem Komplex "Flucht und Vertreibung" nun ein eigenes Themenforum gewidmet. Es greift in Fachartikeln unterschiedliche Aspekte von Flucht und Vertreibung in der bayerischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg auf - sei es die Herkunft der Heimatvertriebenen, den Umgang Bayerns mit Geflüchteten und Vertriebenen sowie die Auswirkungen der Zuwanderung auf die deutsche, hier insbesondere auf die bayerische (Nachkriegs-)Gesellschaft.
Zudem bietet das Themenforum die Möglichkeit, eigene, familiär tradierte Geschichten und Erfahrungen von Flucht und Vertreibung weiterzugeben.
Wie unter einem Brennglas zeigt der 9. November Ereignisse der deutschen Geschichte, in denen sich markante Entwicklungslinien des 20. Jahrhunderts bündeln. Vor diesem Hintergrund hat die Kultusministerkonferenz dazu aufgerufen, in jedem Jahr am 9. November einen Projekttag in Deutschlands Schulen durchzuführen. Ein von der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erarbeitetes Portal zum "Projekttag deutsche Geschichte" hält zahlreiche material- und quellenbasierte Angebote für Lehrkräfte bereit, die über die differenzierte Auseinandersetzung mit diesem "schwierigen Gedenktag" (Eckart Conze) einen wesentlichen Beitrag zur historischen-politischen Bildung leisten.
Abschließender Band des deutsch-polnischen Schulbuchs erschienen
Mit dem vierten Band von "Europa. Unsere Geschichte", der sich mit dem 20. und beginnenden 21. Jahrhundert beschäftigt, ist die von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission herausgegebene Reihe nun vollständig. Wie schon die Vorgängerbände bietet auch der abschließende Band eine Vielfalt an Perspektiven auf die europäische Geschichte und berücksichtigt konsequent globale Entwicklungen. Besonders interessant und für den Geschichtsunterricht anregend sind die Quellen und wissenschaftlichen Texte, die die polnische Geschichte in den Blick nehmen.
Die Reihe "Europa. Unsere Geschichte" ist im eduversum-Verlag erschienen und beinhaltet folgende Bände:
- Band 1: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter, Wiesbaden 2016.
- Band 2: Neuzeit bis 1815, Wiesbaden 2017.
- Band 3: Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg, Wiesbaden 2019.
- Band 4: 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Wiesbaden 2020.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Reihe.